Wie versprochen schreibe ich jetzt nochmal etwas über meine Arbeit.
Wie ich, glaube ich, schon angedeutet habe hat sich da so einiges getan.
Ich fange jetzt aber mal von vorne an. Wie ich ja auf meinem Blog berichtet habe gab es vor einigen Monaten einen kleinen Zwischenfall der zur Folge hatte das wir nicht mehr in unserem ursprünglichen Projekt arbeiten konnten, so jedenfalls die Theorie.
Denn Schlussendlich haben wir nur den physischen Teil unserer Arbeit in ein anderes Projekt verlegt und weiterhin Meetings besucht und administrative Arbeiten für unser altes Projekt verrichtet.
Nun erst einmal zu unserem neuen Projekt: Gideons Fields.
Nachdem wir unsere Arbeit dort im März aufnahmen bekamen wir erst einmal eine ganze Liste mit Dingen die wir machen sollten. Diese beinhaltete Aufgaben wie Bänke reparieren, Rasen mähen, Bäume fällen, Wege instandhalten, eine Abflussrinne an einem Weg graben etc.
Diese Aufgaben waren nicht immer sehr interessant und wir benötigten oft eine ganze Menge Durchhaltevermögen um diese Aufgaben zu beenden. Mir ging es oft so das ich die Arbeit verflucht habe und einfach nicht mehr arbeiten wollte. Doch auch durch diese Phasen bin ich durch gekommen und muss sagen dass die Arbeit inzwischen wieder relativ viel Spaß macht.
Allerdings erledigen wir inzwischen andere Arbeiten als die oben beschriebenen.
Denn unser eigentlicher Chef, Brian, ist vor ca. 4 Wochen mit seiner Frau nach Hawaii geflogen um Urlaub zu machen Freunde zu besuchen.
Das bedeutete für uns einen neue Aufgaben die wir teilweise noch von Brian bekamen aber auch von unserem neuen Chef, David.
So bauten wir während der letzten Wochen zwei Rank bögen, einen für Brian und einen für David.
Brian zeichnete uns einen Plan und besorgte uns das benötigte Holz bevor er sich nach Hawaii aufmachte.
Das bauen des Rankbogens gestaltete sich dann aber doch etwas schwieriger als wir das dachten da auf einmal aus unerfindlichen Gründen das ganze Ding schief aussah, obwohl wir vorher alles gerade zusammen gebaut hatten. Durch kleine Korrekturen sieht nun aber alles gerade aus ;)
Durch die Erfahrungen des ersten Bogens verlief das Bauen des zweiten Borgens deutlich einfacher und schneller, und alles ist sieht gerade aus!
Desweiteren bauten wir zwei Treppen. Eine an einem Abhang der normalerweise ziemlich rutschig ist. Da aber einige Touristen Gideons Fields besichtigen musste dies irgendwie behoben werden, also bauten wir Stufen. Das Kriterium für diese Stufen war lediglich das man noch mit dem Traktor dort herunterfahren kann.
Die zweite Treppe baute ich am Parkplatz, da die meisten Besuchen sich einfach ihren Weg durchs Blumenbeet bahnten. Dies gestaltet sich leider auch schwieriger als ich dachte. Einmal da der Hang ziemlich steil ist, und zweitens da ich mir das Holz erst aus irgendwelchen Brettern zurecht sägen musste. Schlussendlich habe ich mit Hilfe der Kreissäge, eines Hobels und der Motorsäge und etwas Geduld alles beisammen gehabt. Mit dem Resultat, muss ich sagen bin ich sehr zufrieden!!
Ein weiteres Projekt das leider auch nicht ganz so funktionierte wie sich das Brian eigentlich vorgestellt hat, war Bänke die wir bauen sollten. Diese befinden sich mitten im Wald und sollten eigentlich in der Form eines Diamanten angeordnet sein. Da sich dies aber als sehr schwer herausstellte änderten wir die Form zu einem Quadrat. Auch sollte die Sitzfläche aus zwei Brettern bestehen und Rundbalken die im Boden verankert sind. Rundbalken zu finden auf die man zwei Bretter nageln kann war sehr schwer und auch sehr teuer. Also änderten wir auch das und benutzten Rundbalken die etwas schmaler sind und nagelten nur ein Brett darauf. Weitere, ähnliche Projekte werden in den nächsten Wochen folgen! Ich muss sagen dass diese Art von Arbeit relativ viel Spaß macht, da man wirklich das Erscheinungsbild des Parks verändert und eine bleibende Veränderung hinterlässt!
Nun komme ich zu meinem alten Projekt: Kaituna 8B1.
Seit den Hearings im Dezember, bei dem wir mit unserer Submission (Einreichung) den ganzen Prozess praktisch gestoppt haben, haben weitere Hearings anfang Mai stattgefunden.
Da der ganze Prozess inzwischen aber ziemlich kompliziert geworden ist, hat sich der Trust entschieden Anwälte zu engagieren, welche für das Hearing im Mai abermals eine Submission vorbereiteten, welche den Prozess wieder stoppte. Das Hearing Komitee verdonnerte danach die Angestellten der Stadtverwaltung dazu mit uns in Kontakt zu treten und unsere Probleme mit und zu Diskutieren und eine Lösung herbei zuführen. Dazu fanden zwei Meetings statt. Am Ende des zweiten Meetings stand eine Vereinbarung dass die Stadt verschiedene Veränderungen bei uns auf dem Land vornimmt und diese bezahlt. Desweiteren wird unteranderem eine Untersuchung der Wasserqualität vorgenommen und untersucht welche Fische etc. in diesem Kanal leben.
Diese Forderungen wurden vom Umweltamt (Environment Bay of Plenty) und der Stadtverwaltung unterstützt. Damit haben wir die erste schwere Hürde genommen. Denn der Prozess wurde mit dem letzten Hearing ende Mai offiziell beendet. Nun muss man nur noch auf den Bericht des Komitees warten.
Für mich war das letzte Hearing sehr befriedigend, denn es hat einen Prozess beendet den wir am Anfang des Jahres, zusammen mit dem Trust, gestartet haben und der nun erfolgreich, wie ich finde, beendet wurde. Daran wird aber auch deutlich wie schnell ein Jahr vorbei ist! Die Erfahrungen die ich während der Arbeit an der Submission und mit dem Trust gemacht habe ist unbezahlbar. Manchmal habe ich während des Jahres echt gedacht das wir mit dem Trust nie auf einen grünen Zweig kommen werden. „Die wissen doch eh nicht was die wollen!“, so mein Gedanke. Umso mehr freue ich mich dass sie es geschafft haben diesen Prozess jetzt erfolgreich zu beenden. Jetzt muss der Trust nur weiter die Prozesse vorantreiben.



















































